Konferenz der OK-TV-Sender in Neustadt a. d. Weinstraße

Damit lösen die KORs die ehemaligen "Regionaltreffen" ab. "Wir wollten die regionalen Strukturen überschreiten und mit dem neuen Konzept an verschiedenen Standorten in RLP ein Treffen mit KollegInnen ermöglichen, zu dem alle rheinland-pfälzischen OKs eingeladen sind", so LV-Vorsitzender Markus Merkler. Christian Köllmer vom BZBM bestätigte, dass das Konzept erfolgreich sei und lobte die große Teilnehmerzahl von 23 Personen beim KOR in Neustadt.

Zu Beginn der Versammlung berichteten die einzelnen OK-VertreterInnen über Neuigkeiten aus ihrer Region und nutzten die Gelegenheit zum Austausch über Problemfelder und Best-Practice-Projekte. Im Anschluss wurden die Anwesenden über Neuigkeiten im Bereich der Rundfunktechnik informiert. Dabei ging Michael Hemmer, Mitarbeiter der Abteilung Technik der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK), auf die Veränderungen bei der digitalen Heranführung ein und erläuterte die aktuellen Planungen der Netzbetreiber. Dabei unterstrich der Landesverband seine Forderung, nicht generell auf einen Simulcast-Betrieb zu verzichten, sondern weiterhin das Ziel zu verfolgen, an Standorten, an denen ein kostenneutraler Simulcast-Betrieb möglich oder gar technisch erforderlich wird, auch zu realisieren. Als Zeithorizont für die digitale Umstellung aller OK-TV-Sender in RLP wurde die Neuausschreibung der Heranführungsverträge ab Juni 2012 genannt. Auch die Ausschreibung der Heranführungsverträge wird durch Technikexperten des Landesverbandes begleitet.

Zweites Hauptthema aus dem Bereich Technik war die Ausstattung der OKs mit neuen HD-Camcordern und entsprechenden Schnittplätzen. LMK und Landesverband haben hierzu einen gemeinsamen Vorschlag erarbeitet, da nach Ansicht des Landesverbandes das ursprüngliche Ausstattungskonzept der LMK die Wünsche der einzelnen OKs nicht ausreichend berücksichtigte. Die Vertreter der LMK erläuterten die Notwendigkeit der Rückmeldungen aus den einzelnen OKs über gewünschte Anschaffungen. Nur so könne man versuchen, die begrenzten Finanzmittel auch in Zukunft optimal zu verteilen. Markus Merkler und Björn Bretschneider, die auch als LV-Vertreter der Veranstaltung beiwohnten, unterstrichen, dass der LV bei seinen Gesprächen mit der LMK versuche, die Wünsche von möglichst vielen OKs zu berücksichtigen. "Wir verstehen uns bei solchen Fragen als Interessenvertreter ALLER OKs", so Markus Merkler.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung berichteten Mitarbeiter der LMK über Neuigkeiten aus den Bereichen Recht, OK-TV-Förderpreis und dem BZBM. So soll zum Beispiel im Sommer die OK-Satzung der Landesmedienanstalt überarbeitet werden und die Anwesenden sowie alle Vertreter von OK-Sendern wurden gebeten, hierzu Änderungsvorschläge an die LMK zu richten. Die Abteilung OK-TV der LMK kündigte an, ebenfalls im Sommer eine neue Erhebung der OK-Indikatoren durchzuführen. Auch diese Runde werde der Landesverband auf Wunsch begleiten, so Pressesprecherin Martina Stöppel auf Anfrage.

Als letzten Punkt fanden sich Interessenten für die Produktion einer Magazinsendung zum Rheinland-Pfalz-Tag 2010 zu einer Arbeitsgruppe zusammen. Für dieses Großprojekt legte die Gruppe schon weitere Planungsschritte fest. Als Koordinator konnte das BZBM Christian Wedel von OK-TV Mainz gewinnen, der die Vertreter aus den OKs Neustadt und Haßloch zusammen mit Auszubildenden der LMK bei diesem Projekt unterstützen wird.